Elterliche Sorge · 10. Juli 2018
1. Elterliche Sorge bedeutet die Pflicht und das Recht der Eltern, ihr Kind zu erziehen, seinen Aufenthalt zu bestimmen und die finanziellen Angelegenheiten des Kindes zu regeln.[1] Bei einem ehelichen Kind besitzen die Eltern die gemeinsame elterliche Sorge kraft Gesetzes. Bei einem nichtehelichen Kind besitzen die Eltern die gemeinsame elterliche Sorge, wenn sie die sog. Sorgeerklärung abgeben, d.h. erklären, dass sie die elterliche Sorge für das Kind gemeinsam ausüben wollen (§ 1626 a...
Elterliche Sorge · 10. Juli 2018
1. Die Frage, bei welchem Elternteil das Kind nach Trennung der Eltern lebt, löst in der Regel keinen Streit zwischen den Eltern aus. Die Entscheidung wird pragmatisch getroffen. Das hergebrachte Modell - die Kinder leben nach Trennung der Eltern bei der Mutter - erfährt eine Aufweichung durch das „Paritätische Wechselmodell“ (das Kind lebt im Wechsel bei der Mutter und dem Vater), das nun auch gegen den Willen eines Elternteils vom Familiengericht angeordnet werden kann, wenn der...
Elterliche Sorge · 10. Juli 2018
Das Umgangsrecht mit dem Kind, das bei dem anderen Elternteil lebt, steht unter dem Schutz des Grundgesetzes, Art. 6 Abs.1 , S. 1 Grundgesetz (GG). Es konstituiert die Teilhabe des vom Kind getrennt lebenden Elternteils an der Entwicklung des Kindes. Umgang mit dem Kind ist Recht und Pflicht. Selbst wenn sich Eltern über den Umgang einig sind, entsteht immer wieder Streit, wenn sich der umgangsberechtigte/-verpflichtete Elternteil nicht an die Vereinbarung hält, Umgangstermine kurzfristig...
Unterhalt · 08. Juni 2018
(1) Nach Scheidung der Ehe soll jeder Ehegatte finanziell selbst für sich sorgen.[1] Ist der geschiedene Ehegatte hierzu nicht in der Lage, hat er in einzelnen Fällen, die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt sind, einen - in der Regel befristeten - Unterhaltsanspruch gegen den geschiedenen Ehegatten.[2] Der in der Praxis häufigste Fall ist der Unterhaltsanspruch wegen Betreuung eines Kindes, aufgrund derer der kinderbetreuende Elternteil nicht oder nur in reduziertem Umfang arbeiten...
Unterhalt · 08. Juni 2018
Nach § 1579 Ziff. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) verliert der geschiedene Ehegatte seinen Unterhaltsanspruch in der bisherigen Höhe oder ganz, wenn er nach der Scheidung der Ehe mit einem neuen Partner in einer verfestigten Lebensgemeinschaft lebt.[1] Dieser Unterhaltsverwirkungstatbestand wurde von der Rechtsprechung der Familien-gerichte in einer Zeit entwickelt, in der der geschiedene Ehegatte nach langer Ehe oder bei sich an die Scheidung der Ehe anschließender Kinderbetreuung...